Ende der Schulzeit

"Die einzige Möglichkeit nie zu scheitern, ist nichts zu versuchen."
Bertrand Piccard

Mit dem Ende der Schulzeit steht für die Eltern genauso wie für die jungen Erwachsenen ein starker Wechsel an. Wie lebt es sich ohne den anderen? Beide Seiten müssen sich neu orientieren und ausrichten.

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Ausführliche Information

Mit dem Abschluss der Schule beginnt wieder eine Art Zwischenzeit: etwas ist zu Ende, aber das Neue ist auch noch nicht ganz da. Für Eltern und Kinder steht ein starker Wechsel an, innerhalb dessen sich beide Seiten neu orientierten und ausrichten müssen.

Für die jungen Erwachsenen geht es darum, noch selbstständiger zu werden, noch konkreter als bisher die Verantwortung zu übernehmen für sich selbst und ihren Weg in die Welt.

Viele sind sich nach der Schulzeit noch gar nicht klar, was sie weiter machen wollen, was „ihr Ding“ ist. Auch die, die schon eine Idee haben, sind sich angesichts dessen, dass es jetzt konkret wird, oft noch mal unsicher: Ist es das, was sie wirklich wollen? Passt das, wofür sie sich jetzt entscheiden, fürs ganze Leben? Steht es überhaupt an, gleich mit der nächsten Ausbildung zu beginnen oder erstmal zu jobben oder zu reisen? Wie können sie das für sich herausfinden?

Die Eltern fragen sich: Was brauchen ihre Kinder, um auf eigenen Beinen zu stehen und später gut versorgt zu sein, eine gute Basis zu haben für ihre Eigenständigkeit? Was können sie noch beitragen und wo geht es darum loszulassen? Auch die Erinnerung an das eigene Ende der Schulzeit wird berührt: Wie haben sie selbst sich damals orientiert? Wer oder was hat sie unterstützt? Was war letztendlich ausschlaggebend? Und wo ging es darum, einfach mal das vertraute Nest zu verlassen und sich in der Welt zu erfahren?

Oft geht mit dem Ende der Schulzeit auch der Auszug der Kinder einher. Eine lange Zeit der Versorgung und des intensiven Zusammenlebens nähert sich dem Ende. Wie wird das eigene Leben aussehen ohne das? Was bedeutet die Veränderung für die Partnerschaft? Was tun mit dem freien Raum, der sich jetzt öffnet? So intensiv mit jemand zu sein, ihn zu versorgen und zu begleiten - davon Abschied zu nehmen ist heftig. Es geht auch darum, die eigene Herausforderung mit der Umstellung zu würdigen, mit dem Zurückgeworfensein auf das eigene Leben. Und es geht darum, neue Flammen für sich zu entzünden.

Diese Phase der Trennung verläuft oft nicht harmonisch, auch wenn sich das alle wünschen würden. Denn Trennung heißt auch sich abzustoßen, und beide Seiten haben ambivalente Gefühle dabei: Es ist stimmig, und es hat mit Verlust zu tun. Und jeder und jede ist sehr individuell, was die dafür benötigte Zeit, Form, Inhalt und Ablauf betrifft. 

Die Treffen in der Gruppe sind dafür da, diesen Weg nicht alleine zu gehen, sondern im Austausch mit anderen, die in der gleichen Situation sind. So können wir einander im Abschiedsprozess unterstützen, Zeuge sein für das was war und ist. Wir können die Gefühle teilen, die mit der Trennung einhergehen und einander darin begleiten, etwas Neues zu finden für sich.